Halbzeit

Das laute Hupen der vorbeifahrenden Moto Taxis, die brennend heiße Sonne die ausnahmslos immer allein am Himmel zu stehen scheint, ohne in Begleitung einer Wolke zu sein, die vielen Straßenverkäuferinnen, die entweder mit großen Schüsseln auf dem Kopf durch die Straßen ziehen oder ihren kleinen Stand am Straßenrand aufgebaut haben, … all das gehört fest zu meinem Alltag. Ich habe hier, in Togo, eine zweite Heimat gefunden.

Die Arbeit im YMCA:

Mein Tagesablauf hat sich ziemlich gefestigt und auch die Arbeit im YMCA ist inzwischen fest mit drin.

Die Arbeit beginnt um acht und endet um 17.00Uhr. Meine Hauptaufgaben sind noch immer die Animationen im Jugendzentrum. Inzwischen sind aber ein Mädchenclub am Montagnachmittag und Animationen in einer kleinen Stadt etwas außerhalb dazugekommen.


Animation in Datcha

Auch die Deutsch Clubs in den verschiedenen Schulen finden noch statt. Bald findet ein Wettbewerb zwischen den Deutschclubs statt. Die besten Schüler der Clubs treten dann zum Finale am Deutschlehrertag in den Kategorien „Lektüre, Gedichte und Zungenbrecher“ gegeneinander an. Ansonsten schreiben wir viele Berichte, planen verschiedene Aktivitäten wie die anstehende Kinderbibelwoche (Kibiwo) und sind für die Bibliothek verantwortlich.
Arbeit die am Anfang vielleicht etwas viel schien ist jetzt zur Gewohnheit geworden und läuft beinahe nebenher. Dadurch, dass die Arbeit aber sehr viel mit Menschen zu tun hat, ist es nie dasselbe. Allerdings bedeutest es oft auch, dass eine gewisse Abhängigkeit besteht und man auf die Zuverlässigkeit anderer angewiesen ist.
Neu in unserem Team ist Cornelia, sie ist seit Mitte Januar hier im YMCA angestellt. Sie ist offiziell für das Jugendzentrum verantwortlich und somit auch unsere Vorgesetzte.

Zwischenseminar:

Nun liegt auch schon das Zwischenseminar hinter uns. Es fand zusammen mit den Ghana Volontären des CVJMs und auch Volontären anderer Organisationen wie der „Norddeutschen Mission“ statt. Wir waren in einem schönen Gästehaus in Akropong, Ghana untergebracht und haben eine super Zeit gemeinsam verbracht.
Das Programm war sehr abwechslungsreich. Wir hatten Besuch von der „Green Africa Youth Organisation“ die mit uns einen Workshop zu Thema Upcycling machten, einen Input zum Thema Gender in Ghana, eine Diskussion über die Frage „Was mache ich hier? Egotrip oder Dienst am Nächsten?“, einen Ausflug zum Damm in Akosombo, kollegiale Beratung, Thema interkulturelle Missverständnisse,…

Das Seminar war viel zu schnell zu Ende, aber danach reisten wir vier Togo Volontäre noch etwa eine Woche an der Küste von Ghana entlang.


Nun liegt also noch ziemlich genau die Hälfte meines Freiwilligendienstes vor mir. Ich freue mich sehr, dass ich diese Zeit noch hier verbringen darf und freue mich aber gleichzeitig auch, dass es nur noch ein halbes Jahr ist, bis ich wieder in Deutschland bin und alle meine Freunde und Familie wiedersehe.

Ich wünsche euch allen Gottes Segen und möchte mich bei Allen bedanken die mich bis hier hin unterstützt haben.
Danke!

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